Stammzellspende und Leukämie

Vortrag über Stammzellspende und Leukämie für Q1-Schüler

Kurz vor den Weihnachtsferien besuchte der Arzt Carlos Jiménez Klingberg vom WSZE (der Westdeutschen Spenderzentrale) die Biologie-LKs der Q1 von Frau Auth und Herr Nahmmacher, um die Schüler eine Stunde lang über verschiedene Behandlungsmöglichkeiten gegen Leukämie, also Blutkrebs, aufzuklären. Jedes Jahr erkranken circa 14.000 Menschen in Deutschland an Blutkrebs und häufig besteht die einzig mögliche Therapie in einer Stammzellspende. Hat man erstmal einen Spender gefunden, dessen DNA auf einem bestimmten Abschnitt möglichst gut mit der des Patienten übereinstimmt und der auch die sonstigen Vorraussetzungen, wie zum Beispiel das richtige Alter (18-55 Jahre) erfüllt, gibt es zwei verschiedene Methoden zur Entnahme der Stammzellen:

Bei der Knochenmarkspende wird unter Vollnarkose durch einen Schnitt im Becken mit einer Nadel etwa ½ bis 1 Liter Flüssigkeit aus dem Knochenmark entnommen, wohingegen der Spender bei der Blutstammzellspende für ungefähr 5 Stunden an ein Gerät angeschlossen wird, dass die Stammzellen aus dem Blut des Spenders filtert. Davor muss der Spender Medikamente einnehmen, die bewirken, dass Stammzellen aus dem Knochenmark ins Blut ausgeschwemmt werden.

Danach kann der an Leukämie erkrankten Person mit den gewonnen Stammzellen geholfen werden. Ab dem Alter von 18 Jahren kann man sich bei einer Spenderkartei, wie zum Beispiel der WSZE, registrieren lassen. Die Chance jemals zur Spende gebeten zu werden ist jedoch gering: Nur 0,1% der Registrierten spenden tatsächlich einmal. Trotzdem ist es wichtig, sich registrieren zu lassen, da man so potenziell einer todkranken Person helfen kann, wieder gesund zu werden.

Niels Kampkötter

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