Bio Grundkurse der Q1 im BayLab in Monheim

Thematisch handelte es sich um Genetik, konkret forschten wir zum genetischen Fingerabdruck und dessen Sichtbarkeit. Mit Kittel, Schutzbrille bewaffnet, setzten sich die 26 SuS nach einer Sicherheitseinweisung mit der Gelelektrophorese auseinander. Als Fallbeispiel dienten zwei Raps-Sorten, jeweils eine für den Menschen unverträgliche und eine für die Rapsölherstellung geeignete. Letztere ist aufgrund einer Mutation im Erbmaterial dahingehend verändert, dass sie verträglich für den menschlichen Organismus ist.

 

Das Ziel der Gelelektrophorese ist es die DNA sichtbar zu machen, indem die Moleküle getrennt werden. Doch zuerst musste die DNA der Raps-Sorten aus den Zellen freigelegt werden. Dazu zerrieben sie die DNA, behandelten sie mit Lyse und anderen Substanzen und erhitzen sie über einen längeren Zeitraum. Nachdem also die DNA getrennt worden war, ging es weiter in dem Prozess. Die Schüler führten selbst eine Gelelektrophorese durch. Dazu übten sie erstmal mit Eppendorf Pipetten ( Wert ca. 3000€ ) das pipettieren, da hier Genauigkeit gefordert war. Setzt man die Pipette zu hoch an vermischt sich die DNA mit dem Wasser, und setzt man sie zu tief wird der Gel-Träger aus Agarose beschädigt. Schafften es die Schüler dann die DNA, welche mit einem Marker beschwert wurde und sichtbar, richtig in den Träger hinein zufüllen, fungierte das Gel wie ein Sieb und behinderte die einzelnen Teilchen im Elektrischen Gleichspannungfeld. Hier ist erwähnenswert, dass je kürzer die Teilchen sind desto schneller bewegen sie sich durch das Gel. Dadurch entsteht die elektrophoretische Trennung und, weil die DNA negativ geladen ist und sich dadurch immer zum Pluspol bewegt, ließen die Schüler zur Kontrolle einen Marker mitlaufen, um nach dem einfärben der DNA Fragmente, sogenannte Banden im Trägermedium zuordnen zu können. Nachdem das Experiment der Schüler mit mehr oder weniger erfolgreichen Ergebnissen beendet war, resümierten sie nochmals wie die Ergebnisse zustande gekommen waren und zogen so ihre Schlüsse, stellten Rückfragen oder freuten sich einfach über das aufschlussreiche Erlebnis. Abschließend konnten die Schüler sagen, dass man die Theorie in Tiefe verstanden hatte und durch das Experiment den Ablauf der Gelelektrophorese besser nachvollziehen konnten. Was wirklich vorteilhaft ist, da dies ein durchaus relevantes Abitur Thema ist.  

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