Fermo: Fernweh, Freu(n)de, fast Familie?!

Italien-Austausch aus der Perspektive von drei Schüler:innen

Wir, 18 Schüler:innen der Jahrgangsstufe 8, konnten direkt vor den Osterferien am Gegenbesuch im Rahmen des Austausches mit Schüler:innen des Istituto Comprensivo Da Vinci Ungaretti in Fermo in der italienischen Region Marken teilnehmen – unter der Leitung der beiden Italienisch- und Englischlehrer:innen Caterina Götzinger und Heike Ibald. Es war eine Reise mit den unterschiedlichsten Einblicken in das italienische Leben von denen hier drei Schüler:innen aus ihrer persönlichen Perspektive berichten.

Ankommen, die Gegend erkunden & Italienisch anwenden … alles „con calma“

Am Anfang war alles neu und aufregend. Bevor wir von unseren italienischen Gastfamilien aufgenommen wurden, verbrachten wir zuerst zwei Tage in einer an eine Pfarrgemeinde angeknüpften Jugendherberge. Das war eine gute Gelegenheit, erst einmal als Gruppe anzukommen. Gleichzeitig haben wir dort aber auch gemerkt, dass so eine Austauschfahrt nicht nur Spaß, sondern auch ziemlich viel Energie kostet. Schlafmangelwar auf jeden Fall ein Thema, weil ständig etwas los war, die Zimmer mit vielen geteilt wurden und wir einfach super viele Eindrücke verarbeiten mussten.

Später bei den italienischen Gastfamilien wurde es dann noch spannender. Ich war erst etwas unsicher, aber meine Austauschpartnerin war total nett und offen. Insgesamt waren die Begegnungen mit den italienischen Austauschpartner:innen für mich das Beste an der ganzen Fahrt. Man hat schnell gemerkt, dass man sich auch mit Englisch, ein paar italienischen Wörtern und viel Lächeln gut verständigen konnte.

Da wir Italienisch erst im zweiten Jahr lernen, war es besonders schön zu merken, dass der Austausch nicht nur unser Englisch, sondern auch unser Italienisch ein Stück verbessert hat. Im echten Alltag ein paar Sätze zu verstehen oder selbst anzuwenden, war eine ganz andere Erfahrung als im Unterricht. Einen Einblick in die verschiedenen italienischsprachigen Aufgaben, die wir vor Ort durchgeführt haben, könnt ihr über unser digitalesAustausch-Tagebuch erhalten: [extern]https://read.bookcreator.com/pi0Ji0kUsLZstpGMF742mRVUQ3V2/BhuTYGkDRKmwl7PYNjsr7A

Sehr passend fand ich dabei den Ausdruck „con calma“. Den haben wir öfter gehört, und er beschreibt die italienische Art für mich ziemlich gut: nicht hektisch werden, sondern alles erst mal mit Ruhe angehen. Daran mussten wir uns manchmal gewöhnen, aber genau das hat die Reise auch besonders gemacht.

Podcast, Kultur und ein Museum zum Anfassen

Ein wichtiger Teil des Austauschs bereits beim Besuch der Italiener in Monheim im Herbst 2025 war unser englischsprachiges Projekt „Teens and Media“. Dabei ging es darum, wie Jugendliche Medien nutzen und welche Rolle Social Media in unserem Alltag spielt. Gemeinsam mit den italienischen Schüler:innen haben wir darüber gesprochen, Ideen gesammelt und am Ende sogar einen Podcast auf Englisch aufgenommen. Ich fand es cool, dass wir nicht nur über ein aktuelles Thema gesprochen, sondern auch wirklich etwas Eigenes produziert haben. In einen best practice Podcast könnt ihr über den Link reinhören:

[extern]https://app.fobizz.com/file_sharing/public_files/34bbb228-cd80-44b8-b590-980b58c3f20d?token=9da8292158bf623f33d416421f8931dd

Neben der Projektarbeit haben wir auch viel gesehen. Besonders gut gefallen hat mir unser Tagesausflug nach Ancona. Dort haben wir den Hafen mit seinen Kreuzfahrtschiffen, den weißen Trajans-Bogen und den auf einem Hügel liegenden roséfarbenen Dom besucht. Nach einem Einkaufsbummel durch die Innenstadt stand noch das Museum Omero auf dem Programm, ein echtes Museum zum Anfassen. Das war etwas ganz anderes als ein normales Museum, weil man dort Kunstwerke und Formen wirklich mit den Händen entdecken konnte – mit verbundenen Augen. Das war spannend und ist mir besonders in Erinnerung geblieben.

Auch kulturell gab es viel zu entdecken: Wir waren im Rathaus von Fermo, wo freundliche Worte der Kulturreferentin ausgesprochen und kleine Gastgeschenke überreicht wurden; danach besuchten wir die beeindruckenden römischen Zisternen unter Fermo. Außerdem bekamen wir einen Einblick in eine katholische Sonntagsmesse im Dom vom Fermo, was interessant war, weil wir so auch etwas vom religiösen Leben vor Ort mitbekommen haben.

Ein weiterer schöner Moment war außerdem ein Kurzstopp in Ascoli Piceno. Die bunten Häuser und die wunderschöne Piazza haben uns sofort begeistert – vor allem auch das leckere Eis! Auch wenn wir nicht lange dort waren, war die Stadt auf jeden Fall ein Highlight.

Pizza ‚in giro‘, süßes Frühstück und ein verlorenerRucksack

Für mich gehörte natürlich auch das Essen zu den besten Seiten der Reise. Gelato, Pizza, Pasta und olive ascolane — allein dafür hat sich die Fahrt schon gelohnt. Vor allem in den Gastfamilien war es schön, zusammen zu essen und den italienischen Alltag mitzuerleben. Etwas gewöhnungsbedürftig waren allerdings die anderen Frühstücksgewohnheiten. Ich bin eher ein deutsches Frühstück gewohnt, also etwas herzhafter. In Italien war es oft süßer und kleiner. Das war nicht schlimm, aber auf jeden Fall eine Umstellung.

Nicht ganz so entspannt war der Moment, als auf dem Weg nach Ancona im Zug ein Rucksack mit Tablet, Portemonnaie und Personalausweis verloren ging. Da waren erst mal alle ziemlich geschockt. Zum Glück wurde er vom Capotreno (= Zugführer) wiedergefunden, sodass am Ende doch alles gut ausging.

Auch unsere tolle Wanderung in Colle San Marco (Ascoli Piceno) durch die Hügellandschaft der Marken mit dem Club Alpino Italiano war anstrengender als gedacht — vor allem die teils sehr steilen Anstiege zur Einsiedelei waren eine Herausforderung, selbst mit professionellem Schuhwerk. Aber die Aussicht auf die weiß glänzenden, schneebedeckten Apenninen war richtig schön, deshalb hat es sich trotzdem gelohnt.

Unser gemeinsames Fazit

Der Austausch mit Fermo war für uns alle eine besondere Erfahrung. Wir nehmen nicht nur Erinnerungen an schöne Orte, spannende Ausflüge und gutes Essen mit, sondern vor allem an die Zeit mit unseren Austauschpartner:innen. Trotz Schlafmangel, ungewohntem Frühstück und kleiner Zwischenfälle oder Missverständnissen war die Fahrt ein voller Erfolg — oder eben ganz italienisch: con calma, aber unvergesslich. Wir haben neue Menschen kennengelernt, viel erlebt und einen echten Eindruck vom Leben in Italien bekommen.

F E R M O

Freundschaft erleben,
Europa entdecken,
Reisen mit Neugier,
Miteinander lernen,
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