Schülervertretung – Engagement und Partizipation

Wenn Schüler Schule machen, dann heißt das nicht nur gute Noten schreiben und brav im Unterricht aufpassen. Schule soll als eine Einrichtung gesehen werden, die teilweise auch in der Freizeit genutzt werden kann. Dafür sorgen die Schülervertretung und zahlreiche engagierte Schüler, die versuchen den Schulalltag abwechslungsreicher zu gestalten.

Den Kopf bildet das Team der Schülersprecher, betreut von den SV-LehrerInnen, die gemeinsam daran arbeiten, Ideen und Wünsche der Schüler umzusetzen, sofern sie nicht allzu unrealistisch sind. In den letzten Jahren hat die SV einiges erreicht, wie etwa die Einrichtung des Schulkiosks, der mittlerweile unabhängig von der SV arbeitet, oder die Einrichtung von Schulspinden. Doch es gibt natürlich weiterhin Wünsche der Schüler, die bei den regelmäßigen SV-Sitzungen mit allen Mitgliedern diskutiert werden können. Überwiegend nach der Schule oder abends wird freie Zeit investiert, um den Schülern etwas zu bieten.


Aus dem Engagement der Schülersprecher und SV-LehrerInnen und vielen Ideen seitens der Schülerschaft haben sich einige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung am OHG entwickelt. Stufenübergreifende Fußball-, Basketball- oder Badminton-Turniere finden immer großen Anklang in allen Jahrgangsstufen. Besonders beliebt sind Fußball - oder Volleyballspiele „Schülerteam gegen Lehrerteam", die mit zu einem entspannten und auch spaßvollen Schulklima beitragen.

Entwicklungsvorhaben, Vernetzung, Schülerfirmen und Partizipation

Die SV vertritt auch nach außen bei Bedarf die Interessen der Schule, so gegenüber dem Schulträger. So sollte der Schulhof 2014 wegen des Baus der angrenzenden Musikschule um 600m² verrringert werden, was durch massiven Druck bei Bürgermeister Zimmermann mit Hilfe der Schulleitung verhindert werden konnte.

Außerdem sollten Schülersitzgelegenheiten demontiert werden, die die Schüler selbst angebracht hatten. Mit Hilfe einer Unterschriftenaktion konnte das Vorhaben gestoppt werden.

Auch die „Idee" der Verwaltung, den Schulsportplatz mit Wohnhäusern zu „überbauen", wurde mit Unterstützung der SV dank der Vernetzung von Schulleitung, Eltern und SV,zu Fall gebracht.

Keine Cola oder ungesunde Leckereien, trotzdem ein Ansturm zu Beginn jeder großen Pause: Der Kiosk, gegründet und verwaltet von Schülern, ist ein frühes Beispiel einer nicht kommerziell orientierten Schülerfirma. Tagtäglich werden in jeder Pause Milch und Kakao statt Cola sowie Brötchen aller Art verkauft. Der seit 1996 existierende Kiosk wurde von der damaligen Schülersprecherin Ulla Fricke ins Leben gerufen. Seitdem bietet er Tag für Tag jede Pause eine Anlaufstelle für ein kleines „zweites Frühstück" oder einen Imbiss für zwischendurch.

Natürlich ist auch eine Menge Arbeit damit verbunden. Die Ware muss gekauft werden, jede Pause müssen mehrere „Verkäufer" zur Verfügung stehen, Geld muss gezählt und abgerechnet werden. Alles geschieht freiwillig, denn der Überschuss kommt einem Patenkind in Bangladesh zugute.

Weitere Ideen für die kommenden Schuljahre (2014-2016) sind im Sinne unserer Leitlinien Kreativität und Gemeinschaft ein Talentwettbewerb, die Fortführung des Fairtrade-Projekts, die Grümdung weiterer Schülerfirmen sowie eine Initiative zum Valentinstag. Eine Blumenfirma gibt die Möglichkeit, preisgünstig Blumen zu kaufen, und jede Schülerin, jeder Schüler, auch jede Lehrerin, jeder Lehrer kann eine oder mehrer kaufen und einem anderen schenken – anonym oder mit Namen.

Die SV hat in den vergangenen Jahren im Sinne der Partizipation auch bei der Personalentwicklung Einfluss nehmen können. Alternierend mit der Schulpflegschaft entsendet sie auf Beschluss der Schulkonferenz einen volljährigen Vertreter in die jeweilige vierköpfige Auswahlkommission zur Einstellung neuer Lehrkräfte. Dies ist auch eine Wertschätzung der SV-Arbeit.

Dass Schüler etwas für Schüler auf die Beine stellen, hat oft Erfolg, denn wer könnte besser wissen, woran Schüler Spaß haben als die Schüler selbst?

Mitbestimmung

Elternarbeit Gremien

Elternmitwirkung