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Fotografien aus dem Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau

Der Holocaust als Unterrichtsthema – Eine Lehrerfortbildung

Wie kann ich dieses Thema altersentsprechend im Unterricht behandeln? Welche Materialien eignen sich? Wie gehe ich vor, ohne jüngere Schüler zu schockieren? Diese und viele weitere Fragen stellen sich Lehrer, bevor sie das Thema Holocaust im Unterricht besprechen.

IMG 1581Hierzu fand am Otto-Hahn-Gymnasium eine Lehrerfortbildung statt. Gideon Greif, Professor für jüdische Geschichte an der Universität von Texas, stellte den interessierten Lehrern seine Herangehensweise an das Thema bei Schülern verschiedener Altersstufen vor. Als Grundlage dient ihm dazu das sogenannte Auschwitz Album, das Fotografien aus dem Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau im Mai/Juni 1944 zeigt. Die SS-Fotografen Ernst Hoffmann und Bernhard Walter hielten auf knapp 200 Bildern den Ablauf der Ausbeutung und Ermordung der ungarischen Juden fest: Von der Ankunft mit dem Zug, über die Selektion an den Gleisrampen, die Registrierung und Entlausung der Arbeitsfähigen, die Plünderung des Hab und Guts bis hin zum Weg zu den Gaskammern, die allerdings im Hintergrund bleiben. Nicht dargestellt wird die eigentliche Tötung, da die Bilder der Propaganda dienten, mithilfe derer dargestellt werden sollte, dass es den ungarischen Juden in Birkenau-Auschwitz "gut" ging.
„Bereits vor Achtjährigen habe ich diese Bilder besprochen", sagte der Redner, „denn sie zeigen nichts Grausames, wenigstens nicht direkt." Und er hat recht. Die Menschen auf den Bildern wirken ruhig, sie wissen nicht, was geschehen wird. Wir als Betrachter aber wissen es und eben das macht die Dramatik der Fotografien aus. Aus der Kombination von diesem Wissen und der Banalität der Bilder lässt sich behutsam, je nach Alter der Schüler, die Perfidität und unendliche Grausamkeit der Todesfabrik Ausschwitz erklären.
Wir danken Gideon Greif für die Anregung zu einer etwas anderen Herangehensweise an dieses Thema.

 

Katharina Rupik