Vom See Genezareth zur Klagemauer

Zwischenbericht des Projektkurses aus Israel

 Nach einer tränenreichen Verabschiedung unserer israelischen Freunde in Tirat Carmel fuhren wir, der Israel Projektkurs des Schuljahres 2011/2012, welcher in Kooperation mit der evangelischen Kirche einen Jugendaustausch nach Israel durchführt, weiter nach Karei Deshe, einem paradiesischen Ort am See Genezareth, dem Hauptwirkungsort Jesu und ein dadurch für uns als Christen besonders wichtiger Ort.

israel2013Natürlich erkundeten wir dort alle biblischen Stätten, die sich uns in den Weg gestellt haben, unter anderem die Hafenstadt Karpernaum, ein altes römisches Fischerdorf, aus welchem der Sage nach die meisten der Jünger Jesu stammen. Zudem besuchten wir weitere biblische Stätten, wie beispielsweise den Ort der Bergpredigt oder die Brotvermehrungskirche, in welcher Jesu die Speisung der 5000 vorgenommen haben soll. Einen fast schon alten Freund trafen wir im Anschluss an die biblischen Stätten, nämlich Sally Perel, einen Holocaust – Überlebenden, der von uns schon 2011 in Tel Aviv besucht wurde und noch im gleichen Jahr auch nach Monheim kam um in der Aula des Otto – Hahn - Gymnasiums seine Geschichte mit den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums zu teilen. Wir unterhielten uns bei diesem Treffen jedoch nicht ausschließlich über das Leben Herrn Perels, sondern auch über aktuelle Entwicklungen, sowohl auf politischer, als auch auf kultureller Ebene in Israel und Umgebung.

 

Am Abend ging es für uns weiter in eine der wichtigsten, wenn nicht sogar in die wichtigste Stadt fast aller Weltreligionen: Jerusalem. Dort verbrachten wir einen Abend in der historischen Altstadt mit ihren 2000 Jahre alten Basaren. Dort könnte man, wie wir feststellten ohne Probleme einen Römerfilm drehen, da alles so aussieht, wie es vor ca. 2000 Jahren ausgesehen haben muss. Zumindest stelle ich es mir so vor und meine Meinung wurde mir von der ganzen Gruppe gespiegelt.
Der nächste Tag begann für uns mit einem Ausflug an die Klagemauer und den Felsendom. Hierbei muss man sagen, dass die Sicherheitskräfte auf dem Platz des Felsendoms nicht sehr nett sind. „Schneller, schneller", ist wohl eines ihrer Lieblingswörter. Aber sei es drum, wir waren da und wir haben alles zumindest oberflächlich erkunden können.
Erschöpft, doch trotzdem nicht am Ende ging es für uns ohne Pause weiter in die Negev Wüste, welche wir zusammen mit Gabi Davni, einem israelischen Wüstenführer, erkundeten. Danach waren wir alle komplett fertig und im Bus war es auffallend ruhig auf unserem Weg zur Massada, einem der Wahrzeichen Israels. Von dort aus sind wir zum toten Meer gefahren, welches sehr sehenswert ist und ein einzigartig erhebendes Gefühl eines Salzbettes vermittelt.
Morgen früh bzw. heute Nacht werden wir uns dem Aufstieg auf die Massada widmen, um auf der Massada den Sonnenaufgang beobachten zu können.

 

Von
Tobias Rader