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Europa ganz nah

Schüler, Eltern und Lehrer feiern Europafest

Europafest09Das Licht geht aus. Die Musik verstummt. Der Raum ist dunkel. Leute laufen hektisch durch die Gegend. Auf den Fluren geht die Notbeleuchtung an. Stromausfall. So sieht das Ende des diesjährigen Europafestes aus. Doch was geschah davor?

18 Uhr. Aula des Otto-Hahn-Gymnasiums. Dort, wo vor wenigen Stunden noch Peer Steinbrück, Michaela Noll und Co gesessen haben, ertönen jetzt Musikbeiträge von OHG-Schülern. Nachdem Moritz Leweke und Isabelle Wedel eine kurze Rede gehalten haben, führt Lane Acheampong durch das Programm. Zuerst spielen ehemalige Schüler der Band „Replace", danach tritt Devin Mollamehmetoglu mit Micheal Jacksons Song „Human nature" samt seiner Geige auf und Timo Pleß und Oliver Los unterhalten das Publikum mit einem Gitarren-Gesangs-Duett.

 Währenddessen bereiten sich die Helfer an den Essensständen und in den Länderräumen auf den anstehenden Ansturm aus der Aula vor. Doch obwohl die Eröffnungsfeier parallel stattfindet, sind schon die ersten Gäste da, um sich die schön gestalteten Räume, die verschiedene Länder darstellen, anzuschauen. Da gibt es Spanien, England, Italien, Frankreich, Israel, die Türkei, Griechenland, Deutschland und das typisch europäische Land Amerika. Man kann sich ländertypische Köstlichkeiten schmecken und sich von passender Musik berieseln lassen.

 

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Das Europafest am OHG findet heute zum zweiten Mal statt. Organisiert und durchgeführt vom Abi-Komitee amüsieren sich hier Jung und Alt. Denn während die Eltern quatschen, essen und sich durch die verschiedenen Räume der dargestellten Länder schlängeln, tanzen die Schüler in der Unterstufendisco fröhlich zur Musik. Techno Beats hallen noch bis ins Foyer und vermischen sich mit den Stimmen der Besucher.

Nachdem Schulleiter Dr. Bastian das Europafest dann offiziell eröffnet hat, strömen die Menschen aus der Aula und stürzen sich zunächst auf den Wertmarkenstand. Ohne Wertmarken läuft nämlich gar nichts. Kinder können sich hier außerdem einen Laufpass holen, mit dem sie durch die Räume gehen und an den Spielen teilnehmen können.

In jedem Raum sieht es anders aus. Während im Spanienraum nur Getränke und Wassereis verkauft werden, bietet der Italienraum eine große Auswahl an italienischen Speisen wie Pizza, Bruschetta, Tiramisu und Co. Niklas ordnet der Italienkarte gerade Bilder von italienischen Sehenswürdigkeiten zu. „Was ist das denn für ein krummes Gebäude?" kommentiert er den schiefen Turm von Pisa.

In der Disco dröhnt Cro mit seinem Sommerhit „Whatever" und Schüler tanzen und singen zwischen Discolicht und Nebelschwaden. Laut laufen die Charts auf und ab und der Bass lässt die Wände erzittern. Hier möchte so schnell keiner mehr rausgehen.

Auf den Gängen sitzen und stehen Eltern, die sich angeregt über die Schule, ihre Kinder oder die vergangenen Sommerferien unterhalten. Nebenbei probieren sie Fladenbrot mit Tsatsiki vom griechischen Essensstand oder typisch deutsche Brezelbrötchen und natürlich Bier.

Nur drei Schritte weiter: Keine Spur mehr von Bier, Tsatsiki und Co. Stattdessen überkommt einen der Duft von türkischen Leckereien und während man sich diese schmecken lässt, bekommt man durch eine Bildershow einen kleinen Einblick in das Land.

Europafest09.2Es ist jetzt 20:30. Mit einiger Verspätung findet im Israelraum eine Filmvorstellung eines 10 minütigen Kurzfilmes statt, der den Zuschauern Eindrücke über den Israelaustausch vermitteln soll.

„Nenne mindestens drei Klischees über die Franzosen" lautet die Aufgabe, die Niklas im Frankreichraum zu erfüllen hat. Zwischen Kuchenduft und Crêpe-Geruch schlägt er vor: „Die haben doch immer ein Baguette unter dem Arm". Während sich die anderen Gäste den herumliegenden französischen Zeitungen oder den Bildern, die an die Wand projiziert werden, widmen, fallen ihm auch noch weitere Klischees ein.

Auf dem Europafest sind auch zwei englischsprachige Länder vertreten. Was Amerika hier zu suchen hat, bleibt zunächst ein Rätsel, aber fest steht, dass die Hot Dogs echt super schmecken. Außerdem kann man sich hier Bilder von OHG-Schülern, die ein Auslandsjahr in der Vereinigten Staaten gemacht haben, ansehen. So klärt sich auch die Frage, warum Amerika auf dem Europafest vertreten ist, denn ähnlich wie bei Israel gibt es die Möglichkeit einen Auslandsaufenthalt oder einen Austausch dorthin zu machen.
In England findet Niklas dann heraus, wie eine typisch englische Teatime aussieht und lässt sich danach Muffins und Sandwiches schmecken.

„Lose! Lose zu verkaufen! Für nur eine Wertmarke!" schallt es durchs Foyer. Menschen quetschen sich zum Stand der Tombola. Jeder will eins haben. Es gibt ja auch super Gewinne. Neben Gutscheinen vom „Eiscafé Dolomiti" oder dem „Mona Mare" kann man auch Sachgewinne bekommen.

Das Fest neigt sich dem Ende zu. Niklas hat nun alle Aufgaben erfolgreich erledigt und gibt seine Laufpass ab, um sich dafür ein Tütchen Gummibärchen abzuholen. „Die Spiele waren alle echt super und haben ganz viel Spaß gemacht", berichtet er, während er sich mit seiner rechten Hand zwei Gummibärchen in den Mund schiebt.

21:55: Stromausfall im gesamten Schulgebäude. In der Disco wird es dunkel und die Musik verstummt. In den Fluren schimmert das Licht der Notbeleuchtung, doch in den Räumen ist es dunkel. Die meisten Besucher haben das Fest schon verlassen, da das Ende für 22 Uhr angesetzt ist und die restlichen Gäste machen sich nun auch aufden Heimweg.
„So gesehen hatten wir Glück, dass der Strom erst zu Ende ausfiel", erzählt Q2-Schülerin Lisa. „Doch aufräumen mussten wir dann mit Taschenlampen. Von außen muss das ausgesehen haben, als ob Einbrecher die Schule erobert haben" lacht sie. Als gerade alles fertig aufgeräumt ist, geht das Licht auch wieder an. Etwas zu spät.


Maike Krebber, EF