"Angekommen?!" - Das Thema des Sally-Perel-Preises 2015/16

Sind wir endlich angekommen? Angekommen in einer Zeit und Gesellschaft, in der die Gewalt gegen Menschen, die anders sind aufgrund ihrer Nationalität, Religion, Hautfarbe oder Sexualität nicht mehr vorhanden ist? Schaut man Nachrichten, zeichnet sich leider ein anderes und trauriges Bild ab: Statistiken und Tageszeitungen berichten beispielsweise von rechtsextremen Aufmärschen und Übergriffen auf ausländische Mitbürger, Unterkünfte für Geflüchtete werden angezündet, Menschen mit einer anderen Sexualität werden auf offener Straße beleidigt.

Aus diesem Grund haben wir das diesjährige Thema des Sally-Perel-Preises „Angekommen!?“ genannt: Menschen werden immer noch aufgrund ihres Andersseins verstoßen, verurteilt und bedroht: Verstärkt wird dieses durch die Vielzahl von geflüchteten Menschen, die mittlerweile täglich in Deutschland ankommen. Erfüllen sich hier ihre Hoffnungen und Träume? Sind sie in einer besseren Welt angekommen?

Sie fliehen vor Kriegen. Sie fliehen vor Ungerechtigkeit.  Sie fliehen, um einfachste Menschenrechte leben und erfahren zu dürfen. Sei es, dass sie endlich genug Nahrung haben, um nicht zu verhungern, sei es, dass sie nicht mehr im Krieg leben, der jeden Tag Freunde und Familienmitglieder dahinrafft oder sei es, dass sie endlich frei denken können und  das aussprechen dürfen, was ihre eigene persönliche Meinung ist. Sie brauchen und fordern zu Recht unsere Hilfe!

Es wird deutlich:  Junge Menschen mit diesen Themen in Kontakt zu bringen, sie darüber reflektieren zu lassen und bestenfalls  dazu zu motivieren, sich in diesen so wichtigen Bereichen aktiv und kreativ eigenständig zu engagieren, hat höchste Priorität im Bildungswesen. Umso mehr blicken wir voller Freude und Stolz auf unsere Schülerschaft, die sich im Rahmen des Sally-Perel-Preises  in diesem Schuljahr für ein gelingendes, respektvolles Miteinander eingesetzt haben.

Julia Krämer & Benjamin Stammel