Newbury 2012

Welcome to St. Bartholomew’s 

Diesen Sommer hatten die 46 deutschen Schüler und Schülerinnen, die im Februar englische Jugendliche bei sich Willkommen heißen durften, endlich die Möglichkeit, selbst ein fremdes Land, eine fremde Stadt, eine fremde Schule, eine fremde Familie und ein fremdes Bett zu besuchen.

Am Donnerstag, nach dreieinhalb Unterrichtsstunden mit völlig unkonzentrierten Reisenden, die voller Ungeduld abgesessen werden mussten, machten wir uns auf den Weg zum Flughafen Köln-Bonn und kamen nach langem Sitzen im Bus von Heathrow in der südwestlich von London gelegenen Stadt Newbury an. Wir kannten unsere Austauschpartner vom Februar bisher nur in dicken Hoodies, Strumpfhosen und Flausche-Socken. Wer uns jetzt vom Bus abholte, waren Jungen und Mädchen in grün-schwarzer Schuluniform unserer Partnerschule St Bartholomew’s. Klingt ziemlich „artig“? Vergesst es! Die Röcke waren soweit hochgezogen, dass man sie kaum sah. Als die englischen SchülerInnen uns am Nachmittag zu verschiedenen Beschäftigungen führten, erkannten wir den Kern des englischen Styles: Der Übergang zwischen Ober- und Unterteil ist nicht, wie zu erwarten wäre, die Hüfte, sondern vielmehr die Taille, welche auch gerne mal frei gelassen wird. Man kann sagen, dass wir ein wenig überrascht waren, vor allem, als wir aufgefordert wurden, lange Hosen und T-Shirts mit Ärmeln zu tragen, als wir einen Tag am Unterricht teilnahmen. Nun ja, andere Länder, andere Sitten!

Nach dem aufregenden ersten Tag, welcher in den meisten Fällen zum Wiedersehen, neu Kennenlernen der anderen englischen Familienmitglieder und Entspannen genutzt wurde, trafen wir auf die „gefürchtete Wand am Horizont“: ein ganzes Wochenende in der Gastfamilie ohne jeglichen Kontakt zu deutschen Mitschülern! Nun ja, ganz so schlimm war es dann nicht. Denn am Samstag entdeckten viele von uns mit ihren Gastfamilien die Shoppingmöglichkeiten der englischen Hauptstadt. Im Zug, in dem es heißer war als wir es hier je erlebt hatten, kamen wir schon früh nach London. Einige besuchten die Schuhläden und Stände des Camden Market, andere gingen direkt zur Oxford Street. Dass man am Wochenende einsam sein könnte, erwies sich auch am Sonntag als unsinnige Befürchtung: eine gigantische Gruppe genoss den Swimmingpool der Stadt und den darauf folgenden Sonnenbrand.

Mit roter Haut und vielen „Autsch“-Ausrufen trafen wir uns am Montag wieder, um die Queen zu Hause in Windsor Castle zu besuchen. Leider waren jedoch die wenigsten zeitlich in der Lage, sich eingehend mit ihr auszutauschen, da wir nach wenigen Stunden bereits Windsor verließen, um die Schulbank zu drücken und uns den „Wie heißt du?“, „Wie alt bist du?“ und „Hast du Haustiere?“-Fragen verschiedenster englischer SchülerInnen während des Deutschunterrichts aussetzen, die wir schon wie natürlich auf Englisch beantworteten. 

Für einige war es das erste Mal, für andere nach dem Samstag das zweite und für die ‚Weltenbummler’ unter uns sogar das fünfte Mal: unser gemeinsamer Besuch in London. Durch den Morgenverkehr fuhren bzw. standen wir im Bus nach London und entdeckten dann die Metropole zu Fuß von der Tower Bridge aus. Für viele ist wohl die Führung und der Theaterprobenbesuch in Shakespeare’s Globe Theatre das Highlight der Audio-Guided-Tour von der St Paul’s Cathedral über die Houses of Parliament mit Big Ben bis hin zum Buckingham Palace gewesen. Zum Ende des Londonaufenthaltes hasteten wir dann noch gut eine Stunde lang über die Oxford Street, um beim Power-Shopping so viel Geld wie möglich zu verprassen.

Nach diesem aufregenden Trip war der nächste Tag für uns eher entspannt. Wir verbrachten einen typisch englischen Schultag mit oder ohne unsere Austauschschüler, in dem wir scheinbar mehr Pausen als Unterricht hatten. Nun gut, auch hier sind nun mal bald Ferien...

Der letzte unserer Tagesausflüge führte uns in das Studentenparadies und Zaubererland Oxford, wo wir den St George Tower und natürlich Teile von Harry Potter’s Hogwarts im Christ Church College besuchten. Auch hier hatten wir die Möglichkeit, durch Power Walking einige Pfunde zu verlieren und sie dann durch KFC, McDonald`s und Starbucks wieder reinzuholen...„globalisation“! Unseren letzten sonnigen Nachmittag verbrachten wir aufgeteilt auf verschiedenen Wiesen der Stadt – im Freibad oder Park.

Und dann hieß es freitags – nach gut acht Tagen - auch leider schon „Goodbye and thank you for having me“. Nach einem gemeinsamen Sandwich-Essen und einer Feedback Runde in der Schule nahmen wir zum letzten Mal Platz in unserem persönlichen Bus mit unserem liebsten Busfahrer Barry, der uns alle wohl mittlerweile mit Namen kannte und wusste, was unsere Lunchpacks enthielten.

Viele von uns wollen den Kontakt mit ihren Austauschpartnern halten, ob via Facebook oder erneuten Besuchen in den Ferien. Also: Hope to see you soon ...

(Charlotte A. Stapper, 9a, im Juli 2013)

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Englische Austausch-SchülerInnen in Monheim -

Eine Erfahrung fürs Leben (Teil 1)

Am Austausch 2012 mit unserer englischen Austauschschule St. Bartholomew’s in Newbury nahmen insgesamt 32 englische und 32 deutsche SchülerInnen teil, die alle sehr darauf gespannt waren, sich eine Woche lang auf einer anderen Sprache in einem anderen Land zu unterhalten, aber auch im Gegenzug einen fremdsprachigen Schüler von weit her für ein paar Tage bei sich aufzunehmen. Zu diesen Schülern gehörte auch ich ... und von meinen Erlebnisse möchte ich gerne erzählen und andere SchülerInnen ermutigen, sich für kommende Austausche anzumelden.

Der Aufenthalt der englischen Gastschüler in Deutschland fand im Januar 2012 statt. Viele der Schüler und Schülerinnen hatten schon vor dem ersten Zusammentreffen Kontakt über das Internet aufgenommen und alle schienen mit ihren Partnern gut zurecht zu kommen. Als dann der Ankunftstag der Engländer am Düsseldorfer Flughafen anstand, war die Spannung und Freude groß und alle versuchten aufgeregt, ihre Partner in dem Getümmel von Schülern und Lehrern zu finden. Als dann jeder seinen Austauschpartner gefunden hatte konnte die Woche endlich anfangen.

Anders als in den Vorjahren konnten jedoch auf Grund der hohen Teilnehmerzahl der SchülerInnen keine großen Ausflüge während der Schulzeit mit allen Teilnehmern gemacht werden und somit mussten die deutschen Schüler die Schulbank drücken während die Engländer mit dem Reisebus die verschiedensten Orte der Umgebung besichtigten. Auf diesen Ausflügen bekamen die englischen Gäste unter anderem die großen, nahe gelegen Städte Düsseldorf und Köln und auch das Wahrzeichen, den Kölner Dom, zu Gesicht. Aber auch das Schokoladenmuseum, das Neanderthal und der Aquazoo wurden besucht. Meist rechtzeitig zum Ende des Schultages kamen die GastschülerInnen aber auch wieder zur Schule zurück während die Nachmittage schon ausführlich von den deutschen Schülern gemeinsam geplant wurden. Es entstanden viele einzelne Gruppen, die sich untereinander auch von Tag zu Tag weiter vermischten und zusammen einkaufen gingen, einen Spieleabend organisierten, Schlittschuh fuhren oder etwa Bowling spielten in der städtischen Bowlinghalle.

Mit meiner Austauschpartnerin verstand ich mich persönlich sehr gut und wir redeten viel miteinander. Wir zwei unternahmen jedoch nicht nur in größeren Gruppen etwas sondern fuhren auch mal mit meinen Eltern ins Kino oder in den Music Store nach Köln, da wir uns beide sehr für Musik und Instrumente interessieren.

Am Ende unserer gemeinsamen Woche mit unseren Partnern gestalteten wir einen letzten gemeinsamen Abend im Atomic Café unserer Schule. Jeder steuerte zum Essen etwas bei in Form von mitgebrachten Speisen. Der Abend war laut, schrill und lustig und alle hatten schließlich ein paar neue Freundschaften geschlossen.

Der erste Teil des Austauschs verging somit sehr schnell und mit fröhlichen und spaßigen gemeinsamen Stunden. Zwar war es ab und zu anstrengend, da sich nicht alle perfekt in der englischen Sprache ausdrücken konnten, jedoch zeigten alle Verständnis und halfen einander bei Kommunikationsproblemen, da die Ängste ja auch genommen werden sollen und man durch das Reden mit Muttersprachlern bei einem Austausch die eigenen Sprachfähigkeiten gut verbessern kann.

Auf geht’s also im Sommer in das schöne Newbury nach England!

Wir sind gespannt…

(Marie Löwe, 9b, im Februar 2012)

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